Wie ist die Chorgemeinschaft entstanden?

Nachdem vor einigen Jahren die Zahl der aktiven Sänger sowohl im Gesangverein "Buchfinken" als auch beim "Werkmeistergesangverein" rückläufig war, beschlossen die Vorstände beider Vereine im Jahre 1994 sich zu einer Chorgemeinschaft zusammenzuschließen. Ihr engagierter Chorleiter, Heinz-Josef Stuckemeier, fügte die Sänger in kurzer Zeit zu einer Einheit zusammen. Viele erfolgreiche Auftritte, insbesondere jedoch die jährlichen Gemeinschaftskonzerte mit dem Gesangverein "Liedertafel" aus Rietberg und "Cäcilia" aus Rheda brachten auch dem Chorleben wieder Aufschwung und Zulauf.

Ermutigt durch viele Erfolge und die wiedererweckte Freude am gemeinsamen Singen wurde 1999 beschlossen, die beiden Einzelvereine ab dem 1.1.2000 zu einem Gesamtverein zu vereinigen. Der neue Verein erhielt den Namen:

Chorgemeinschaft Buchfinken-Werkmeister

Anfang des Jahres 2014  beschlossen die Sänger des M.G.V. Harmonie Gütersloh, sich der Chorgemeinschaft anzuschließen. Daraufhin wurde der Name in

Chorgemeinschaft Gütersloh 

Buchfinken-Werkmeister-Harmonie

abgeändert.

Geprobt wird mittwochs im Seminarraum der Weberei, Dalke-/Ecke Bogenstraße.  Probenbeginn um 19:00 Uhr.

Gesangverein "Buchfinken"

Am 14.11.1872, dem Gründungstag des Vereins, entschlossen sich die Gründer, wöchentlich einen Abend dem Männergesang zu widmen. Sie nannten sich damals "Gütersloher Quartettverein".

Die für den Verein noch im Original vorhandenen grundlegenden Statuten von 1872 sind in verfeinerter und ausführlicher Form am 14.02.1893 beschlossen und von 29 Mitgliedern unterzeichnet worden. Sie nennen sich Statuten des Gesangvereins "Buchfinken" und wurden in den folgenden Jahrzehnten ständig angepasst.

Wie aus dem "Gütersloher Quartettverein" der Gesangverein "Buchfinken" wurde, ist auf eine scherzhafte Bemerkung eines Gütersloher Bürgers zurückzuführen. Dieser meinte, die Sänger des Quartett-Vereins nicht gerade mit Nachtigallen vergleichen zu können, ein Vergleich aber mit Buchfinken sei durchaus gerechtfertigt. Die Sänger griffen diese Bemerkung auf und nannten sich erstmals offiziell in den Statuten von 1893: "Gesangverein Buchfinken" Er ist der älteste Gütersloher Männerchor, sowie einer der ältesten Vereine Güterslohs überhaupt.

In seiner wechselvollen Geschichte hat es der Verein immer verstanden, Althergebrachtes mit Neuem sinnvoll zu verbinden, wobei die Pflege des deutschen Liedgutes und die Erhaltung unserer alten und schönen Volksweisen den Buchfinken stets ein besonderes Anliegen war.

In den ersten Jahren saß der Dirigent, der anfangs auch der Liedervater war, oft mit einem einfachen Quartett in den Übungsstunden. Doch die Zahl der Sänger wuchs stetig, so dass man es wagen konnte, mit größeren Chorwerken nicht nur in Gütersloh, sondern auch in Wiedenbrück, Rheda und Rietberg aufzutreten.

Aus dem von 1892 bis 1953 geführten Protokollbuch ist vieles überliefert wie Generalversammlungen, Mitgliederbewegungen, Feierlichkeiten usw. Es dokumentiert, dass es von Anbeginn den Buchfinken daran gelegen war, die Geselligkeit der Probearbeit gleich zu setzen. So gehörten Stiftungsfest und Ausflug schon bald zum alljährlichen Programm.
Auch die Vereinsjubiläen, wie 20, 40, 50, 80, 100 u. 125-jähriges Bestehen, waren stets Anlass für besondere Feierlichkeiten. Festgehalten im Protokollbuch ist hier, dass das Fest zum 50-jährigen Bestand nicht im Jahre 1922 gefeiert, sondern wegen der schlechtenwirtschaftlichen Verhältnisse und des Ernstes der Zeit auf das Jahr 1926 verschoben wurde.
Im Jahre 1925 erfolgte dann die Aufnahme der "Buchfinken" in den "Westfälischen Sängerbund" und damit in den "Deutschen Sängerbund".

In der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen trat der Verein stärker als bisher an die Öffentlichkeit. So umrahmte er zusammen mit dem "Turner-Gesangverein" und der "Liedertafel" die 100-Jahrfeier der Stadt Gütersloh im Jahre 1925.

Abordnungen der Buchfinken nahmen in diesen Jahren auch an zahlreichen Sängerbundesfesten teil, so in Wien, Gelsenkirchen, Breslau oder Frankfurt.

Wie schon der Erste Weltkrieg unterbrach auch der Zweite Weltkrieg die Probearbeit. In der Chronik ist der 01.11.1946 als erster Übungsabend, der 21.02.1947 als erste Generalversammlung nach dem Kriege vermerkt. Acht aktive Sänger waren damals erschienen, wählten den neuen Vorstand und begannen mit dem Wiederaufbau.

Ein besonderer Höhepunkt in der Vereingeschichte war das 100-jährige Bestehen im Jahre 1972. Als Auszeichnung für die in langjährigem Wirken erworbenen Verdienste um die Pflege der Chormusik und des deutschen Volksliedes verlieh der Bundespräsident dem Gesangverein Buchfinken die "Zelter-Plakette".

Weitere herausragende Ereignisse im Vereinsleben waren internationale Chortreffen in den 80er Jahren unter dem Motto "Europa singt". Chöre aus verschiedenen europäischen Ländern trafen sich auf Einladung der Buchfinken zu gemeinsamen Konzerten in Gütersloh. Viele Freundschaften sind daraus entstanden.

Da es nie das Bestreben der Buchfinken war, Eigentum in Form eines Vereinsheimes zubilden, wurde in diversen Räumlichkeiten in Gütersloh geübt. So ist z.B. bis 1905 der kleine Saal der Gesellschaft "Eintracht" an der Kirchstr. als Heimstatt aufgeführt. Von 1906 - 1912 wurde im Vereinshaus gesungen, danach in der Gaststätte "Groben". Nach dem Ersten Weltkrieg probte man zunächst im "Türmer", dann im Jugendheim der Jahnturnhalle. Von 1924 - 1943 fanden die Übungsabende wieder im "Groben" statt. Ab 1948 war dann der "Handelshof" bis zu seinem Abriss im Jahre 1988 Buchfinkennest.

Danach konnte vorübergehend im kleinen Saal des "Ravensberger Hofes" geprobt werden. Doch auch dieser Gebäudeteil wurde abgerissen.

Weitere Stationen waren dann "Haus Teismann", der "Eichenhof" und für kurze Zeit und bereits in Chorgemeinschaft mit den "Werkmeistern" die Epiphaniaskirche am Postdamm, bis letztendlich der heutige Proberaum, die "Parkschänke" an der Alten Verler Str. gefunden wurde.

Damals wie heute waren es vorwiegend ältere Herren, die ihre Freizeit dem Chorgesang widmeten. Das Bemühen der Verjüngung der aktiven Sänger, das Werben um geeigneten Nachwuchs ist durchgängig gleich feststellbar. Doch mit diesem Problem sahen und sehen sich die Buchfinken nicht alleine konfrontiert.

Werkmeister-Gesangverein  (Vermerk zum 50-jährigen Bestehen)

"Lob und Anerkennung blieben ihm nicht versagt, so dass der Name des Vereins im kulturellen Leben unserer Heimatstadt ein Begriff wurde. Dieses und die nie versiegende Liebe zum deutschen Lied und zum Chorgesang werden ihm auch in Zukunft Ansporn und Verpflichtung sein." Mit diesen Sätzen schloss die Festschrift "40 Jahre Werkmeister-Gesangverein in Gütersloh" aus dem Jahre 1967. Mit dem gleichen Text soll nun, ein Jahrzehnt später, die Veröffentlichung zur 50-Jahrfeier beginnen. Denn auch zum Goldjubiläum kann mit Stolz und Dankbarkeit zugleich genau das gesagt werden, was damals schon schwarz auf weiß dokumentiert worden ist.

Am Anfang der nun schon fünfzigjährigen Geschichte des Werkmeister-Gesangvereins in Gütersloh stand eine Zahl, der seit dem Altertum eine besondere Bedeutung unter den Menschen zugemessen wird- Sieben Mitglieder der Ortsgruppe Gütersloh im Verband der Werkmeister kamen von Sommer 1927 an zwanglos in den Wohnungen zum Singen von Liedern unter Begleitung durch Zitherspiel zusammen. Sieben Jahre später, 1934, trat die allmählich zu einem Chor gewordene Gemeinschaft, die in Heinrich Brüggemann einen Chormeister hatte, dem Deutschen Sängerbund bei. Als zu Beginn des Jahres 1936 der Name "Werkmeister-Gesangverein" festgelegt wurde, waren schon 26 aktive und 34 fördernde Mitglieder vorhanden. In diesem Jahr trat Paul Bröder an die Stelle des aus Gesundheitsgründen zurückgetretenen Dirigenten der ersten Stunde. In einer Zeit des Aufblühens wurde der immer bekannter werdende Verein ein gern gesehener Gast bei Veranstaltungen der Gesangvereine in Gütersloh und dem Ravensberger Land, bei Konzerten und Festlichkeiten über die Grenzen der engeren Heimat hinaus. Nach dem Beginn des Zweiten Weltkrieges hielten die Sänger, wenn auch zahlenmäßig geschmälert, in einer Chorgemeinschaft mit dem Turner-Gesangverein noch drei Jahre durch, bis dann die Einberufung des Chorleiters die offizielle Vereinsarbeit lahm legte.

Nach dem Krieg, der auch unserem Verein manche Wunde schlug, wurde am 14. November 1946 die Tätigkeit wieder aufgenommen, von da an unter der musikalischen Leitung von Martin Husemann. Anfang Januar 1949 wurden bereits 51 aktive Sänger gezählt und im Juni des gleichen Jahres stieg das erste öffentliche Konzert in der Aula des Ev. Stift. Gymnasiums. 1956 wurde eine Vereinsfahne angeschafft. Seit 1958 ist Arthur Berger aus Neuenkirchen Chorleiter, mit dem der Chor ebenso großes "Glück" hatte wie mit den drei Vorgängern, Dirigent, Sänger und Freundeskreis bilden eine menschliche und künstlerische Einheit, die das Fundament für ein erfolgreiches Wirken war und ist.

Beim Blättern im Protokollbuch des Chores folgt man den stets ausführlich und sauber lesbar mit der Handschrift des jeweiligen Schriftführers eingetragenen 
und vom Vorsitzenden gegengezeichneten Berichten und Mitteilungen über Vorstandssitzungen, Jahreshauptversammlungen, Konzerte, Feste, Ausflüge, Besuche in Heimen für Alte und Kranke, Mitwirkungen in Gottesdiensten, bei der Michaeliswoche, aber auch persönlichen Notizen über Ehrungen und Todesfälle. Die erste Eintragung in dem neu angelegten Buch am 6. September 1934 berichtete über den einstimmig beschlossenen Beitritt zum Deutschen Sängerbund, der die Wahl eines Vorstandes notwendig machte. "Liedervater" Karl Kipp, seit Anbeginn der Vorsitzende, stieg - aufgrund des damals regierungsseitig bestimmten "Führerprinzips" bis in die letzten örtlichen Gemeinschaften hinein - zum "Vereinsführer" auf. Zu seinen Mitarbeitern ernannte er August Grabemann (Schriftwart), Hermann Ramforth (Kassenwart), Emil Zimmermann (Bücherwart),Fritz Strothotte (Pressewart) und Heinrich Brüggemann (Chormeister). "Die weiteren Verhandlungen in dieser Angelegenheit wurden dem Vereinsführerübertragen." Ober 15 Jahre lang (1934-1949) sind mit dem Namen Kipp die Protokolle gezeichnet, die mehr als 23 Jahre (1934-Anfang 1958) August Grabemann geschrieben und unterschrieben hat. Von 1950-1958 wirkten als Vorsitzender Hermann Weithöner und von 1958-1962 als Schriftführer Günter Stephani. Neben Albert Ramforth, der 1958 gewählt, heute noch an der Spitze steht, arbeiteten als Schriftführer und Protokollverfasser weiter Walter Stöver (1962 bis 1967) und Edwin Karms (1967-1972), seitdem führt Ernst Kosfeld Schriftführeramt und "Tagebuch" wie er seine Protokolleintragungen benannt hat.

Freud und Leid sind in diesen Protokollblättern festgehalten, einer unschätzbaren Chronik, die dem Verein, seinen Männern "am Vorstandstisch", seinen Mitgliedern und Freunden zur Ehre gereicht. Dabei kommt zuweilen neben dem Lob für "fleißige Sangesbrüder" auch eine Mahnung für weniger probentreue Mitglieder zur Sprache.

Bei einem Stip durch die Protokolle von über vier Jahrzehnten liest man z. B. unter dem 20. September 1934 vom Tod des ältesten aktiven Sangesbruders, des 82 Jahre alt gewordenen August Vogeley, bei dessen Beerdigung zwei Lieder gesungen wurden. In der Jahreshauptversammlung am 12. Januar 1935 wurde namens der aktiven Sänger "den treuen Sangesfreunden" (passiven Mitgliedern) der Dank für ihre finanzielle Unterstützung ausgesprochen. Am 1. April 1935 wurde beschlossen, "von jedem Sangesbruder pro Monat 0,20 Mark Beitrag zu erheben".

Am 15. Oktober 1935 wurde der Schriftführer beauftragt, die Vereinssatzung auszuarbeiten. Am 27. Juli 1937 hielt "Chormeister Bröder, der mit dem Sangesbruder Kahle am Deutschen Sängerfest in Breslau teilgenommen hat, einen interessanten Vortrag über das, was er in Breslau gesehen und gehört hatte".

Am 6. November 1937 wurde "in ganz großzügiger Weise" bei Wiltmann das zehnjährige Stiftungsfest gefeiert. Beim ersten Wertungssingen der Sängergruppe Gütersloh am 11. November 1938 schnitt der mit 26 Sängern angetretene Werkmeister-Gesangverein gut ab. Am 8. November 1947 wurde das 20. Stiftungsfest begangen. Der 16. Februar 1949 sah die erste Gruppenversammlung der Sängergruppe Gütersloh nach dem Krieg. Zu einem großen Erfolg wurde das Festkonzert aus Anlass der Goethe-Festtage der Stadt Gütersloh im August 1949. Am 18. Juli 1950 ist der Vorsitzende Karl Kipp gestorben, der "23 Jahre die Geschicke des Vereins mit seltener Hingabe und Treue geleitet hat". Das Ereignis des Silberjubiläums wurde am 8. November 1952 unter großer Beteiligung der Bevölkerung festlich begangen. In der Jahreshauptversammlung am 19.Januar 1964 wurde darauf verwiesen, dass "das Konzert in der Oetkerhalle der eigentliche Höhepunkt des Sängerjahres 1963" gewesen sei. Zum 40-jährigen Bestehen des Werkmeister-Gesangvereins fand unter dem Thema "Zauberwelt der Oper" am 21. Oktober 1967 ein großes Festkonzert in der prächtigen Aula des neu erstandenen Mädchen-Gymnasiums statt.

Auch das letzte Jahrzehnt vor dem goldenen Jubiläum war eine Epoche der Aktivität im Dienst der Musik. Es ist u. a. gekennzeichnet durch das erfolgreiche Hervortreten der "Berger-Chöre" Gütersloh, Neuenkirchen und Sennestadt an verschiedenen Orten, die Bekanntschaft mit dem Chordirektor und Pianisten Julius Asbeck nebst Gesangssolisten vom "Musiktheater im Revier" aus Gelsenkirchen sowie die Freundschaft mit der Kapelle der "Queens Royal Irish Hussars" aus Paderborn (Leitung Peter S. Smith) und den Dudelsackpfeifern der "Pips-Band" der Royal Air Force Gütersloh unter dem Thema "Musik kennt keine Grenzen".
Als Vereinslokale liegen am Wege eines Halbjahrhunderts Scheck, Krone, Groben, Falkenkrug und die Parkschänke, Inh. Werner Holtkamp.
Im Kreise der 40 aktiven Sänger des Werkmeister-Gesangvereins gibt es manch greises Haupt. Von den Männern der "ersten Stunde" allerdings, des Jahres der Gründung, lebt niemand mehr. Aber aus der Zeit der "zweiten Stunde", der Wiedergründung nach dem Zweiten Weltkrieg, sind noch vier in unserer Mitte: Wilhelm Bartling, Fritz Bräuking, Fritz Hinsen und Wilhelm Schulze , Sänger von Schrot und Korn bis hin zu ihren altpreußischen Vornamen. Auch die früheren Dirigenten Paul Bröder und Martin Husemann leben noch unter uns. Sie alle sind ein Stück Tradition aus einer teils schönen, teils schweren Vergangenheit in unserer Gegenwart hinein, der hoffentlich eine glückhafte Zukunft folgen wird. Wir jedenfalls arbeiten weiter unter der Devise einer Protokolleintragung vom Juni 1972: "Nur die geschlossene Chorarbeit kann unseren Veranstaltungen den gewünschten Erfolg garantieren."

M.G.V. Harmonie Gütersloh

Der Männergesangverein „Harmonie“ wurde im Jahre 1931 von 10 sangesfreudigen Männern im Schützenhof gegründet. Der Chor wuchs sehr schnell, denn 1932 konnte man schon 31 aktive Sänger verzeichnen. 1935 gehörten bereits 47 aktive und 7 passive Sänger zum neuen Verein.

Leider riss der zweite Weltkrieg bald große Lücken in die Reihen der Sänger. Im September 1939 waren viele Sänger Soldat, bald waren 38 zur Wehrmacht eingezogen. Der Chor musste seine Arbeit einstellen.

Am 06.06.1946 trafen sich bei der ersten Versammlung nach dem verlorenen Krieg 25 Sänger. Sie nahmen am 27.06.1946 an der ersten Chorprobe teil. Am 02.05.1947 war der Chor wieder für das erste Konzert nach dem Krieg bereit. Zu den Mitbegründern des Chores gehörte Arnold to Berens. Nachdem er den Verein 27 Jahre geleitet hatte, legte er 1958 sein Amt nieder. Er wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Als er 1972 im Alter von 76 Jahren verstarb herrschte große Trauer. Sein Idealismus im Einsatz für den Gesang in froher Geselligkeit ist den Sängern noch heute Vorbild.
Von Anfang an wurde großer Wert darauf gelegt, auch die Familien der Sänger mit einzubinden. Beim Tanz in den Mai, beim Herbstfest und bei größeren Sängerfahrten waren die Frauen mit dabei. Das Ostereiersuchen im Brünings Busch war bei den Kindern und Enkelkindern bald sehr beliebt. Die Winterfeste im Gütersloher Brauhaus waren immer ausverkauft. Diese Feste mit Gesang und den Auftritten der „Bembelsänger“ als Ölscheichs oder als Fußballstars sind noch heute unvergessen. Sie waren die Höhepunkte des Sängerjahres. Besuche und Gegenbesuche mit Chören aus Kirchhain, Niederwörresbach, und Marsberg folgten. Viele Freundschaften zu anderen Chören entstanden. Bald ging die Fahrt nach Venedig zum „Choro Alpino Venezia“ Bei den Gegenbesuchen gab es Konzerte im Brauhaus und im Fessaal des LWL-Klinikums.
Unvergessen ist der Besuch der italienischen Hauptstadt Rom. Die Sänger durften ein Pontifikalamt im Petersdom mit mehreren sakralen Liedern mitgestalten. Nach der Messe bedankte sich der damalige Papst Johannes Paul II mit Handschlag bei den Sängern. 
Auch zur Partnerstadt Güterslohs Broxtowe entstand bald ein enger Kontakt, der noch heute anhält. Zum 70. Geburtstag der „Harmonie“ im Jahre 2001 fand der erste Besuch des M.V.C. Carlton in Gütersloh statt. Für die „Harmonisten“ war es eine gewaltige Kraftanstrengung, aber ein voller Erfolg. Die Engländer reisten mit 60 Sängern, aber insgesamt mit 109 Personen an. Es war eine große Herausforderung, für so viele Leute Quartier zu machen und für mehrere Tage ein gutes Programm zu haben. Das gemeinsame Konzert in der Stadthalle wurde zum Erfolg. Bei den gemeinsam in Englisch gesungenen Liedern „Amazing Grace“ und „Morte Christi“ wollte der Beifall nicht enden. Als Gastgeschenk brachten die Engländer eine Eiche aus dem Sherwood Forest - dem Wald Robin Hoods – mit. Dieser Baum wurde feierlich im Stadtpark gepflanzt. Er wächst und gedeiht, und erinnert an diese anhaltende Freundschaft. 
Beim Gegenbesuch in England 2002 fuhr ein Bus durch den neuen Tunnel und ein Bus mit der Fähre zur Insel. Drei Tage blieben die Sänger mit ihren Frauen in London. Die Sänger sangen in der „Westminster Abtei“. Diese Tage und der anschließende Besuch sind bis heute unvergessen. In der wunderschönen „Albert Hall“in Nottingham fand das gemeinsame Konzert statt. Die Engländer waren gute Gastgeber und hatten sich viel einfallen lassen. Sie besuchten die „Harmonie“ erneut zum 80 Geburtstag 2006 und luden eine Delegation zu ihrem 100. Geburtstag nach England ein.

Nach 43 Jahren als 1. Vorsitzender legte Kurt Buschgerd im Dezember 2013 sein Amt aus Alters- und Gesundheitsgründen nieder. Er wurde zum Ehrenvorsitzenden auf Lebenszeit ernannt. In der folgenden Jahreshauptversammlung wurden Heinz Düker einstimmig zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt.

Die Sänger proben inzwischen gemeinsam Mit dem Chor Buchfinken - Werkmeister unter dem Dirigenten Heinz Stuckemeier. Angestrebt ist eine Vereinigung der drei Chöre. 

Vorsitzende der Harmonie : 

1931 – 1957 Arnold to Berens

1958 – 1969 Ernst Strothmann

1970 – 2013 Kurt Buschgerd

2014 Heinz Düker

Chorleiter der Harmonie: 

1931 Heinrich Franke

1932 – 1934 Karl Hermann

1935 – 1945 Josef Daake

1946 – 1971 Alfred Heupel

1972 – 1997 Friedbert Turowsky (+ 10.03.2014)

1998 –  2002 Klaus Zobel

2003  – 2006 Klaus Scheidweiler

2007 – 2011 Klaus Zobel

2012 - 2013 Wolfram Rossmeier (+ 22.02. 2014)


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